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Liebe Freunde von Spitz-Klicker.com, ab sofort gibt es eine neue Rubrik bei uns! Auf vielfachen Wunsch, werden wir den " Rückblick der Woche " für Euch hier zum Lesen anbieten! Viel Spaß damit :-)




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Eine interessante meeresbiologische Frage: Wie feiert ein weißer Hai eigentlich Geburtstag? Nun, wahrscheinlich macht er einen kleinen Ausflug zum Badestrand seiner Wahl, hört sich seine Lieblingsmusik an ("Dumdum… dumdum… dumdum… dumdum") und gönnt sich ganz zwanglos ein paar Snacks (eine Blondine, einen Jungen, einen professionellen Haifänger usw.). So zumindest zelebrierte der fieseste Fisch der Filmgeschichte, der 1975 von Meisteregisseur Steven Spielberg in "Der Weiße Hai" auf Beutezug geschickt wurde, seine Leinwandpremiere. Heute wird die mies gelaunte Fressmaschine 35 Jahre alt.

Der Plot des Schock-Streifens, dem nachgesagt wird, nach Machart und Marketing das Zeitalter des modernen Blockbusters eingeleitet zu haben, ist denkbar einfach und mit geradliniger Schnörkellosigkeit erzählt: Ein gigantischer weißer Hai sucht den bisher so beschaulichen Badestrand Amity heim und tötet eine blonde Schwimmerin. Polizeichef Brody (Roy Scheider) versucht daraufhin, die Schließung des Strandes zu erwirken. Da jedoch die Badesaison kurz bevor steht, weigert sich der starrköpfige Dämlack von Bürgermeister, die Touristen durch Gerüchte über einen Menschenfresserhai abzuschrecken. Als noch drei weitere Menschen dem marinen Monstrum zum Opfer fallen, wird ein Dreigespann aus Brody, dem Haifänger Quint (Robert Shaw) und dem Meeresbiologen Hooper (Richard Dreyfuss) ausgesandt, um den schwimmenden Killer zu killen. Drei alte Männer und das Meer – und ein Raubfisch.
Furioses Finale

Legendäre Szenen, die bis heute immer wieder in anderen Filmen und Serien aufgegriffen werden, enthält der Film jede Menge. Nicht zuletzt das grandiose Finale, in dem es Brody gelingt, den angreifenden Hai, der bereits Quint gefressen und das Boot zum Sinken gebracht hat, durch einen Gewehrschuss auf eine Sauerstoffflasche in die Luft zu jagen, die er dem Biest zuvor in den Schlund gekeilt hatte.
"Wir werden ein größeres Boot brauchen"

Noch besser, weil von einer kruden Mischung aus Schrecken und Situationskomik durchzogen: Brodys erste Vis-a-Vis-Begegnung mit dem Hai. Der wasserscheue Polizist ist gerade dabei, kiloweise blutiges Fischgekröse vom Heck des winzigen Kutters zu schaufeln, um das Ungetüm anzulocken. Nebenbei mit Quint plaudernd bemerkt er erst im letzten Moment, wie der riesige Hai vor ihm auf- und sofort wieder abtaucht. Starr vor Schreck, aber mit nach wie vor cool qualmender Zigarette im Mundwinkel, weicht Brody von der Reling zurück und bemerkt lakonisch: "Wir werden ein größeres Boot brauchen." Obwohl Scheider diesen One-Liner, wie wir heute wissen, spontan improvisierte, wurde er zu einem der meistzitierten der Filmgeschichte und ist sogar in den englischen Alltagssprachgebrauch eingegangen.
Auswirkungen

Mit drei Oscars, einem Golden Globe, einem Grammy und einem weltweiten Einspielergebnis von 470 Millionen Dollar war "Der Weiße Hai" der erste große Hit von Steven Spielberg und öffnete ihm als Regisseur die Pforten zum Hollywood-Olymp. Über den Film gäbe es sicher noch einiges zu sagen: Er hat drei mehr schlechte als rechte Nachfolger hervorgebracht, soll zu seiner Zeit eine Welle des Hai-Hasses losgetreten und damit zur gnadenlosen Dezimierung der weltweiten Haipopulation beigetragen haben. Auch interpretatorisch ist er heute immer noch aktuell - als moderne, blutig erzählte Version des Moby-Dick-Themas mit einem eindringlichen Rache-der-Natur-Motiv.
Kein Remake, bitte

Jenseits aller schaumschlagenden Deutungsversuche ist "Der Weiße Hai" aber vor allem auch nach 35 Jahren immer noch eines: Ein tierisch unterhaltsames Stück Kinogeschichte. In der Liste der 100 besten Filme aller Zeiten des American Film Institute rangiert er auf Platz 48, unter den 100 besten Thrillern aller Zeiten nimmt er sogar den zweiten Rang ein. Wir gratulieren dem großen Weißen zum Jahrestag, wünschen ihm, dass ihm ein vermurkstes Michael-Bay-Remake ala "Nightmare on Elmstreet", "Halloween" oder "Freitag der 13." erspart bleibt und drehen ihm zu Ehren die Partymusik noch einmal ganz laut auf: "Dumdum… dumdum… dumdum… dumdum...“

Quelle: t-online.de

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